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Mein beruflich-akademischer Weg zum Wirtschaftsinformatiker

Blog, Management Basics, Scientific Abstract, Semester 01

Semester_01 – Tag 20 – Scientific Abstract

Management BasicsHeute wurde die erste Klausur, ein Scientific Abstract, im Studium geschrieben!
Naja, es war eher ein „Klausürchen“, die Aufregung war bei mir dennoch gross, da ich habe schon lange, lange Zeit (7 Jahre) keine Prüfung mehr geschrieben, sondern immer nur Mulitple-Choice Tests von Citrix für Zertifizierungen gemacht habe. Im Folgenden also der komplette Tagesablauf, um einen Einblick zu gewinnen.

Der Samstag beginnt…

… und das mehr schlecht als recht!
Eigentlich wollte ich pünktlich aufstehen, mich fertig machen, Kaffee trinken, frühstücken und dann zur Uni fahren. Das war der Plan!
Um 07:30 Uhr weckte mich dann aber meine Freundin, also 30 Minuten später als ich aufstehen wollte. Irgendwie habe ich die beiden Wecker der Smartphones nicht gehört. Lag vielleicht auch daran, dass ich um 06:20 Uhr unseren Kater raus gelassen habe, weil er so einen Terz gemacht hat. So fehlten mir wertvolle 30 Minuten, die ich auch nicht mehr aufholte.
Ohne Kaffee und Frühstück, leicht genervt und gestresst fuhren wir dann wieder einigermaßen „in time“ in Richtung Uni. Allerdings haben wir keinen Parkplatz in der Nähe des Hörsaales in Bockenheim gefunden, so dass wir weiter weg parken mussten. Abgehetzt und gestresst kamen wir um 08:26 Uhr im Hörsaal VI an.

Ablauf vor Beginn des Scientific Abstracts

Im Hörsaal war zwischen jedem Sitzplatz ein Weiterer frei und zwischen jeder Sitzreihe gab es eine freie Reihe. Auf den Klapptischen lagen die Klausurteilnahmebescheinigungen mit Namen der Studenten. Hieß also erstmal:
Wo ist mein Name und wo sitze ich also?
Irgendwie nahmen die Damen, die die Klausur beaufsichtigten, das Alphabet nicht so ernst, denn ich fand erst die Namen mit „He“, dann „Ho“ und dann kam schon „I“, also nochmal suchen und da war mein Name. Der lag ganz am Anfang vor „Hj“… seit wann steht „Hö“ vor „Hj“? Naja, egal!
Ich habe mich dann an den Platz gesetzt, die Jacke ausgezogen, mich des Schals entledigt, Schreibutensilien und meine Wasserflasche ausgepackt, schnell noch ein Corny gegessen und etwas Traubenzucker eingeworfen.
Dann schaute ich mir die Zettel an, die da lagen. Das eine war die Teilnahmebestätigung zur Klausur mit Namen und Matrikelnummer. Dort musste man noch ankreuzen, ob das der erste, zweite oder dritte Versuch ist. Die anderen Zettel waren das Prüfungspapier. Dort musste man noch die Matrikelnummer, Vor- und Nachname, Datum, Modul, Name des Dozenten eingetragen werden.

Die Aufsicht erklärt

Dann sprach die gute Frau uns alle an und erklärte den Ablauf und die Bedingungen.

  1. Alle Handys aus! – Ein klingelndes oder vibrierendes Handy ist ein Täuschungsversuch
  2. Jacken in die vordere, freie Reihe legen
  3. Rucksäcke und Taschen ebenso
  4. Keine Hilfsmittel ausser Schreibutensilien
  5. Keine Rotstifte
  6. Studentenausweise an den Platz legen
  7. Trinkflaschen sichtbar platzieren
  8. Nicht miteinander reden! – Täuschungsversuch
  9. Die Teilnahmebestätigung ausfüllen und später mit abgeben
  10. Nicht über den Rand der Blätter für die Prüfung schreiben
  11. Nicht mehr als zwei DinA4 Seiten schreiben
  12. Auf ein Blatt „Konzeptpapier“ oder ähnliches schreiben, damit der Dozent weiss, welches Blatt er bewerten muss und welches als Gedankenstütze diente
  13. Den „Kopf“ der Prüfungsblätter ausfüllen (Vorname, Nachname, Matrikelnummer, Modul, Datum, Name Dozent)

Das sind die Dinge, die mir noch einfallen.

Dann wurde die Prüfung ausgegeben, mit der Bitte, nicht anzufangen, bis der Letzte seinen Zettel erhalten hatte. Auf dem Zettel stand, neben der Aufgabe, noch die Prüfungsbedingungen. Dort musste man noch Vor- und Nachname und die Matrikelnummer eintragen und unterschreiben.

Die Prüfungsaufgabe

Als ich die Prüfungsaufgabe las, dachte ich nur „Och, nö!“.
Es war Qualitätsmanagement… lieber wäre mir Währungsreform oder Mindestlohn gewesen, aber da lag die Aufgabe nun und musste bearbeitet werden. Die Transferaufgabe lautete:
Erläutern Sie Qualitätsmanagement und welche Vorteile ein Qualitätsmanagement-System für ein deutsches Unternehmen hat.
Das ist nicht der exakte Wortlaut, den habe ich mir nicht gemerkt, aber das war der Kern der Aufgabenstellung.

Die Prüfung startete also um 08:38 Uhr und war somit um 09:38 Uhr zu Ende.
Zwischendurch kam eine Aufsicht, nahm sich meinen Studentenausweis, überprüfte, ob ich der bin, der auch da sitzen sollte, und hielt mir ein Blatt unter die Nase, auf dem ich hinter meinem Namen unterschreiben sollte. Bürokratie pur!

Mein Ablauf

Wie ich bereits in dem Artikel über den Übungs-SA geschrieben habe, hatte ich schon einen strukturierten Ablauf erarbeitet.
Auf dem „Konzeptpapier“ liess ich meinen Gedanken freien Lauf und notierte mir an der entsprechenden Stellen auf dem Papier, was mir gerade einfiel. Als Erstes fiel mir „Demingkreis“ ein, den ich in der Mitte platzierte und die vier Phasen dazu aufschrieb. Darunter noch etwas Historisches, dann aktuelle QM-Modelle und so weiter. Probleme hatte ich bei der Definition. Mir fiel erst partou nicht mehr ein, wie sich QM definierte und am Ende fehlten mir an dieser Stelle noch ein paar Sachen, wie ich später herausfand.
Nachdem ich etwas mehr als 20 Minuten an dem Konzept und der Struktur herumgebastelt habe, nahm ich das andere Blatt und fing an zu schreiben. Die Zeit sollte eigentlich ausreichen, aber gegen Ende wurde es dann doch etwas knapp. Nachdem ich fast 30 Minuten lang das Scientific Abstract geschrieben hatte, standen noch das Fazit/die kritische Würdigung und der Transfer aus. Da die Zeit nicht mehr ganz reichte und die Aufgabenstellung eigentlich auch gut ins Fazit passte, baute ich alles in eins und war zwei Minuten (!) vor Abgabe fertig. Und hatte leichte Schmerzen in der rechten Hand vom Schreiben! 😉

Die Abgabe meiner Arbeit erwies sich dann als Zeitfresser… irgendwie kam niemand, der sich mein geistiges Gut abholen wollte, so dass ich noch eine gefühlte Stunde warten musste. Es waren vielleicht drei bis vier Minuten, aber es kam mir ewig vor.

Fazit

Ich muss sagen, dass ich nur mittelprächtig vorbereitet war.
Geschuldet war der Umstand dem Unfalltod einer unserer beiden Kater auf der Strasse am Dienstag vorher (06.11.2012) und die Vorbereitung auf ein Projekt nächste Woche, wobei ich sagen muss, der Tod unseres Katers hat mir am Meisten zu schaffen gemacht und liess kaum Platz für andere Gedanken. Nichtsdestotrotz war die Arbeit zu schaffen, auch wenn ich mir nicht erlauben werde, ein Note vorherzusagen. Beim Abgleich mit meinen Stichpunkten für QM habe ich festgestellt, dass ich ca. 80% bis 85% davon wiedergegeben habe, ohne jedoch zu wissen, was selbst 100% der Wiedergabe für eine Note ergeben würde.

Ich lasse mich überraschen, mir bleibt eh nichts anderes übrig!

4 Kommentare to “Semester_01 – Tag 20 – Scientific Abstract”

  1. Gerade eben habe ich die Benachrichtigung bekommen, dass mein Dozent den SA bewertet hat. Herausgekommen ist … *Trommelwirbel* … eine 2,0! =)

    Ich bin schon etwas erstaunt, dass ich trotz der mittelprächtigen Vorbereitung diese Note hervorgezaubert habe, aber es freut mich sehr. Erwartet hatte ich eine 3,0!

    VG

    Stephan

  2. Falls sich jemand wundert, warum die Anzahl der Kommentare ungleich der sichtbaren Kommentare ist, was so ausssieht, als würde ich keine Kommentare zulassen:
    Nein, ich lasse durchaus Kommentare zu und freue mich auch über rege Beteiligung, allerdings wird jedes interne Verlinken als Kommentar gewertet, der genehmigt werden muss.
    Nur als Randinfo! =)

    VG

    Stephan

  3. Der Artikel ist zwar schon älter, nichtsdestotrotz ist er für jeden Erstsemestler stets aktuell.
    Deswegen vielen Dank für den Artikel und ein herzliches Beileid wegen deines Katers.
    Leicht nachvollziehbar, dass so ein Geschehen ablenkt!

    Liebe Grüße

    Melissa

    • Hi Melissa,

      schön, dass der Blog noch gelesen wird, auch wenn mir kaum Zeit bleibt, diesen weiterzuverfolgen.
      Ich werde auf jeden Fall vor Ende des Studium nochmal alle Semester geistig Revue passieren lassen und hier veröffentlichen. Die Unterlagen habe ich ja noch, meist auch digital. Sie müssen nur in Form gegossen und online gebracht werden.

      Danke für Dein Mitgefühl!
      Auch heute noch fehlt uns unser „Smurph“ (Murphy) und wir sprechen gern über den verschmusten Vielfrass. 🙂

      Liebe Grüsse aus München!

      Stephan

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