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Mein beruflich-akademischer Weg zum Wirtschaftsinformatiker

Blog, IT-Basics, Semester 01

Semester_01 – Tag 20 – IT Basics

IT BasicsBei „IT Basics“ ging es folientechnisch in die Zielgerade und dann durch das Ziel!

Der Dozent knüpfte beim Thema „Software Engineering“ wieder an und stellte uns die Modelle der Vorgehensweisen vor, welche es gibt und wie sie funktionieren. Danach wollte er uns noch eine Software vorstellen, welche, seiner Meinung nach, uns bei den wissenschaftlichen Arbeiten (Hausarbeit, Thesis) unterstützen würde.

Vorgehensmodelle

Der Dozent erklärte, dass das Projektmanagement eng mit den Vorgehens- und Prozessmodellen verwoben ist. Gemäß des Projektstandards des PMI beinhalten diese die Initiierung, Planung, Ausführung, Überwachung, Steuerung sowie den Abschluss von Projekten. Angewandt wird beim Abschluss das Wissen, die Fertigkeit, die Werkzeuge und Methoden aus den Projektvorgängen.
Folgende Arten von Modellen gibt es bzw. werden hauptsächlich angewandt:

Diese Modelle beinhalten konkret folgende Punkte:

  • Die Reihenfolge des Arbeitsablaufes (Entwicklungsstufen und Phasenkonzepte)
  • Zu bestimmten Zeitpunkten durchzuführende Aktivitäten
  • Definition der Teilprodukte (teilweise stark detailliert)
  • Fertigstellungskriterien der Teilprodukte
  • Notwendige Mitarbeiterqualifikationen
  • Verantwortlichkeiten und Kompetenzen
  • Anzuwendene Standards, Richtlinien, Methoden und Werkzeuge

Allgemein wird eine Software-Projekt in Phasen unterteilt, welche von dem jeweiligen Modell festgelegt werden.
Anfangs bediente man sich dem Credo „Shut up and write some code“, was heutzutage in kleinen (Ein-Mann) Projekten noch Anwendung finden, in komplexeren und professionelleren Projekten bedient man sich dann eher dem Vorgehen „code and fix“.

Code and fix

Unterteilt ist dieses Vorgehen nach folgenden Punkten:

  • Schreiben des Sourcecodes
  • Finden und beheben von Fehlern (Debugging)

Diese Methode bringt jedoch viele Nachteile mit sich:

  • Nachträgliche Änderungen und Restrukturierungen durch das Debugging ist zeit- und kostenintensiv
  • Die Akzeptanz einer solch entwickelten Software auf Seiten des Endbenutzers (Kunde) ist eher gering
  • Ein Debugging einer produktiven Software ist sehr schwer

Aus diesen Punkten ergaben sich schnell entsprechende Anforderungen, um diese Probleme im Vorfeld zu ersticken:

  • Entwurfsphase vor der Implementierung
  • Definitionsphase vor dem Entwurf
  • Separate Testphase(n)

1956 stellte Herbert D. Benington ein neun Stufen Modell vor, was zu den ersten einflussreichsten Prozessmodellen wurde:

  1. Operational Plan
  2. Machine Specifications / Operational Specifications
  3. Program Specifications
  4. Coding Specifications
  5. Coding
  6. Parameter Testing
  7. Assembly Testing
  8. Shakedown
  9. System Evaluation

Und damit waren die Folie alle durchgesprochen!

Software Vorstellung – LaTeX

Dann kam unser Dozent zu seiner Software Vorstellung.
Mit dieser Software hat er selbst bereits jahrelange und sehr gute Erfahrung, da er diese Software selber ständig einsetzt, um bspw. seine Bücher zu schreiben oder Foliensätze zu erstellen. Wie man mit Latex, was übrigens ausgesprochen wird wie „Latech“ im Hochdeutschen, arbeitet, führte er uns vor.

Anfangs wirkte das Programm gar nicht wie ein Editor, sondern eher wie eine Programmiersprache. Dies bestätigte uns der Dozent auch, dass Latex mit Textverarbeitung wie Word nichts zu tun hätte, es sei ein Textsatzprogramm. Man gibt dem Programm vor, um welche Art von Schriftstück es sich handelt, und dieses lädt dann während der Laufzeit der Dokumentenerstellung entsprechende Bibliotheken, damit das Ergebnis allen Anforderungen, wie DIN, etc., entspricht.

Was erst einmal abschreckt, ist, dass das „Dokument“ mit Befehlssätzen beginnt. Man ist eigentlich von Word und Konsorten gewöhnt, einfach loszudaddeln und sich dann während der Erstellung des Dokumentes Gedanken zu machen, was wie aussehen soll. Oft geht das dann schief, weil Word wieder macht, was es will! Wer selber Dokumente >80 Seiten geschrieben hat und dann versuchte, nachträglich die Form zu verändern, kennt die Problematik:
Alles wird durcheinander gewürfelt oder ist auf einmal weg.

Das passiert mit Latex wohl nicht, denn es wird immer ein neues Dokument anhand der Befehlssätze erstellt, und das macht die Software sehr gut und erfolgreich. Viele Unternehmen, die Dokumente liefern oder Bücher absetzen, wie Verlage, setzen Latex ein. Spricht also für das Programm!

Im Folgenden ein paar Befehlssätze aus Latex:
\documentclass{report}
\usepackage{german, a4}
\usepackage{graphics}
\begin{document}

Sieht erstmal ungewohnt aus, aber im Grunde ist damit nur definiert, dass man einen Bericht erstellen will, dieser den deutschen Normen genügen muss, Bilder eingebunden werden und dass der Bericht jetzt beginnt. Danach kann man nach Herzenlust schreiben. Natürlich war das noch nicht alles, die Befehlssätze sind wesentlich umfangreicher, aber laut Aussage des Dozenten würde man, wenn man sich zwei bis fünf Tage hinsetzt und etwas schreibt, die häufigsten Befehlssätze schnell lernen, um gute Dokumente erstellen zu können.
Er sagte jedoch, dass Latex einen Schwachpunkt hat. Latex lebe von viel Text und wenn die Texte zu kurz sind, sehen die Ergebnisse meist seltsam aus. Aus diesem Grund sollte man seine Arbeit erst vervollständigen, bevor man anfängt, wie wild Befehlssätze einzubauen, um bspw. eine Tabelle woanders zu haben, als dort, wo sie gerade zu sehen ist. Man solle einfach weiterschreiben und später nachsehen, ob nachgebessert werden muss.

Ich gebe der Software auf jeden Fall eine Chance, denn ab Office 2007 geht mir Word nur noch auf den Senkel mit diesen riesigen Zeilenabständen, die man mit nur „Shift + Enter“ kleiner bekommt und dann Probleme machen, wenn man noch etwas einfügen will.

Heruntergeladen haben ich mir die portable Version MiKTeX, die ich mir in die Dropbox geschmissen habe und dann erstmal updaten musste.
Aber es gibt noch diverse andere Derivate, die ich mir ansehen werde, falls MiKTeX nicht so will wie ich es möchte.
Dokumentationen zur Verwendung von Latex gibt es auch ausreichend… Google.

Fazit

Es war eine Menge Stoff! Aber der Dozent grenzte die Materie für die Klausur ein, die wir am 22.12.2012 schreiben werden… für die wir uns noch gar nicht anmelden konnten, fällt mir gerade ein!
Da hake ich bei der FOM nochmal nach.

Nächste Woche schreiben wir eine Übungsklausur und es werden noch Fragen beantwortet. Ich bin gespannt!

Der Tipp mit LaTeX kann Gold wert sein, wird sich aber noch herausstellen. Danke an dieser Stelle an den Dozenten!

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FOM – Frankfurt am Main


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